Nach der Begrüßung durch den Obmann des AK-Technik Ansgar Hüls, führte Ahmed Al Samarraie in das Thema ein, indem er einen Blick auf den Markt, dessen Potentiale und unsere Möglichkeiten warf. Anschließend moderierte er das von ihm konzipierte Seminar.
Den Referentenauftakt machte Holger Fröhlich, von der Baumgarten GmbH aus Ebersburg. Er zog alle Register und verband Hintergrundinformationen mit einer chronologischen Darstellung der Entwicklung des modularen Bauens in Holzbauweise bei Baumgarten. Eine Darstellung der neu errichteten Fertigungsanlage, die Einbindung regionaler Handwerksbetriebe für die schlüsselfertige Erstellung, die Herausforderungen von Transport und Logistik, die Montage, alles hervorragend präsentiert. Eine ganze Palette von Referenzbeispielen zeigte sowohl die gestalterische Vielfalt als auch die unterschiedlichen Projektkategorien, die unser DHV-Mitgliedsunternehmen Baumgarten GmbH mit wachsender Auftragslage liefert. Aktuell steht eine Schule in Köln auf der Agenda, an der ca. 1000 Module verbaut werden.
Nach diesem fulminaten Auftakt, folgte ein weiteres Highlight – das Ganze aus der Sicht eines renommierten und in Holz(modul)bauweise erfahrenen Architekturbüros. Anne Klettenburg – Partnerin bei werk.um , Darmstadt – zeigte informativ und abwechslungsreich eine ganze Palette von Holzmodulbauten, da vor allem die planerischen Herausforderungen – u.A. auch am Beispiel der vorgenannten Kölner Schule.
Die Besonderheiten solcher oftmals auch als Interimsbauten erstellten Konzepte, die eine gewisse Nutzungsphase Einsatz finden, bevor sie abgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden können, verlangt nicht nur ein umfassendes Systemverständnis, sondern auch ein hohes Maß an Material- und Technikkenntnisse. Dieser Vortrag zeigte einmal mehr, wie gut der serielle / modulare Holzfertigbau bei individuellen Projekten geeignet ist, durch den integralen Prozess zu hochwertigen Ergebnissen zu kommen.
Ergänzt wurde dies durch die Vorstellung von spezialisierten Bad-Modulen, durch Dominik Serke von Tjiko Badmodule aus Flintbach/Inn. Seine Präsentation der Möglichkeiten von Tjiko mittels ausgeklügelter Designlinien, abgestimmten Gestaltungskonzepten, sowie hoher Fertigungsqualität bei individuell passenden Lösungen überzeugte nicht zuletzt durch die Vorstellung des hauseigenen Konfigurators, der es Auftraggebern ermöglicht, für unterschiedlichste Bauaufgaben, das passende sanitäre Herzstück zu liefern.
Den Abschluss machte Stefan Gottfried von der Anwendungstechnik bei SwissKrono, Wittstock, der nach der Materialvorstellung von Magnum Board, gleich eine ganze Palette von gebauten Modulen aus diesem leistungsfähigen Material vorstellte. Bei einer Produktionslänge von bis zu 18m an einem Stück und großen Materialstärken, sind kleinere Technikmodule, Gauben- oder Erkermodule und ganze Raumzellen erstellbar, denen allen das gleiche Konstruktionsmaterial zu Grunde liegt, dies auch mit allen möglichen Prüfzeugnissen und Zulassungsoptionen ausgestattet.
Es war ein informativer Fachseminartag, der aufzeigte, dass das Modulare Bauen mit Holz keine Frage der Dimension des Gebäudes ist, sondern die Qualität durch kenntnisreiche Planung und dem richtigen Einsatz, wertschöpfend zur Entfaltung kommt. Im nächsten Schritt, wird ein Arbeitskreis konstituiert und der DHV wird das Thema weiterentwickeln. Hierzu werden alle Mitglieder informiert werden, wer mitwirken möchte ist heute schon herzlich eingeladen.
Alle Vorträge der Veranstaltung finden sich im Downloadbereich unter „Vorträge“ des Intranets und sind für Mitglieder zugänglich.


v.l.n.r.: Dominik Serke, Ansgar Hüls, Stefan Gottfried, Anne Klettenburg, Holger Fröhlich, Ahmed Al Samarraie
