28. Mai 2025

Die neue Bundesregierung setzt auf Bürokratieabbau – nun kommt es auf die Umsetzung an

Update Politik: Lichtblick für die Baubranche

In seiner Regierungserklärung vom 14. Mai hat Bundeskanzler Friedrich Merz dem Thema Bauen hohe Priorität eingeräumt – unter anderem mit der markanten Aufforderung: „Bauen, bauen, bauen.“ Ziel ist es, den Wohnungsbau zu beschleunigen, Eigentumsbildung zu erleichtern und bürokratische Hürden konsequent abzubauen. Für den Holzfertigbau eröffnen sich dadurch erfreuliche Perspektiven – etwa durch angekündigte Steuererleichterungen, mehr Investitionen in Infrastruktur sowie digitalisierte und vereinfachte Genehmigungsverfahren. Auch die nachhaltige Forstwirtschaft findet explizit Anerkennung – als Rückgrat regionaler Wertschöpfung und Versorgungssicherheit.

Beim Bürokratieabbau setzt die neue Bundesregierung auf Vereinfachung, Digitalisierung und ein wirtschaftsfreundliches Verwaltungsverständnis. Erste Vorhaben wie ein Belastungsmoratorium, die Entschlackung von Berichtspflichten und die Digitalisierung von Genehmigungsprozessen deuten auf einen echten Reformwillen hin. Rückenwind kommt auch von der EU-Ebene, etwa durch Initiativen zur Entlastung im Binnenmarkt.

Noch handelt es sich überwiegend um politische Absichtserklärungen – doch der Veränderungswille scheint tatsächlich greifbar. Der DHV begrüßt diese Entwicklungen und wird deren Umsetzung konstruktiv – aber auch kritisch – begleiten. Dafür haben wir die für die Holzbaubranche relevanten Entscheidungsträger in der neuen Bundesregierung und im Bundestag identifiziert – und können dabei gut an bestehende Kontakte anknüpfen. Unser Ziel bleibt, den Holzbau als klimafreundliche, innovative und wirtschaftlich tragfähige Bauweise weiter ins Zentrum politischer Entscheidungen zu rücken.

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